Maries story about becoming an au pair

”Replace the Fear of unkown with curiosity. — Penelope Ward”

Hallöchen zusammen,

In weniger als drei Wochen geht es für Emily und mich schon Richtung Hamburger Flughafen – die Zeit rennt. Vorher versuche ich die verbleibende Zeit so gut es geht zu genießen. Für mich steht vorher noch einiges an: mein Geburtstag, unsere Zeugnisvergabe, der Abiball, ein letztes Punktspiel vom Tennis, meine Abschiedsfeier… In diesem Beitrag möchte ich erklären, warum ich mich dazu entschieden habe ein Au Pair in den USA zu werden und wie der Weg dahin abgelaufen ist. Für jeden kommt zum Ende seiner Schullaufbahn die Frage auf, was er danach machen möchte. Da ich mit gerade einmal 18 Jahren noch eine relativ junge Abiturientin bin, war für mich schon früh klar, dass ich nach dem Abitur noch nicht sofort eine Ausbildung oder ein Studium beginnen möchte, somit habe ich mich für ein „Gapyear“/“Year abroad“ entschieden. Zunächst wollte ich unbedingt als Au Pair nach Großbritannien – nicht so weit weg, europäisch..aber doch nicht das Richtige für mich. Schließlich entschied ich mich für die Staaten, da meine beste Freundin dort auch als Au Pair leben wollte und sich schon beworben hatte. Ich wählte die gleiche Organisation – Cultural Care – und habe dann im Januar 2019 meine Bewerbung und auch mein Bewerbungsvideo abgeschickt. Wenige Tage später erhielt ich meine Freischaltungsdaten und das Suchen nach der passenden Gastfamilie konnte losgehen. Um ein Au Pair in den USA werden zu können, muss man (und das ist bei jeder Organisation die gleiche Anzahl an Stunden) 200 Stunden Kinderbetreuung nachweisen können, diese Stunden konnte ich durch das Geben von Nachhilfe, durch ein Praktikum im Kindergarten und durch das Aufpassen auf Kinder erfüllen. Die Suche nach einer passenden Gastfamilie war bei mir schnell erfolgreich: schon zwei Tage nach meiner Freischaltung für die Gastfamilien erhielt ich die erste Anfrage von einer vierköpfigen Familie unmittelbar von New York City, jedoch merkte ich im Skypegespräch schnell, dass diese Familie nicht zu mir passt. Während des Skypegesprächs erhielt ich dann meine zweite Anfrage von einer Familie aus der Nähe von Washington D.C. Diese Familie hat vier Kinder im Alter von sieben bis 16 und einen süßen Hund, schon die Bewerbung ließ auf eine sehr sympathische Familie schließen, was mir schon beim ersten Skypen bestätigt wurde. Ich hatte auch die Möglichkeit mehrmals mit dem jetzigen Au Pair und einem Vorgänger-Au-Pair zu skypen, wodurch ich noch bessere Einblicke in das Leben der Familie erhalten habe. Die Familie ist sportlich und reist gerne, passt also sehr gut zu mir 🙂 Nach ungefähr einer Woche skypen und schreiben erhielt ich dann endlich meine Matchanfrage, die ich sofort bestätigte.
Meine Hostfamily lebt an der Ostküste im Bundesstaat Maryland, der nördlich an den Bundesstaat Washington D.C. grenzt. Mit dem Auto brauche ich ungefähr 45 Minuten nach Washington D.C. und die nächstgrößeren Städte Annapolis und Baltimore erreiche ich in 25 bis 30 Minuten, für amerikanische Verhältnisse ist das also nichts 🙂
Auf der Karte seht ihr noch einmal wo ich dann leben werde:

Nachdem ich meine Gastfamilie gefunden habe, erhielt ich mehrere Anrufe von Cultural Care und der Papierkram ging erst so richtig los. Ich habe zunächst meine Daten für den Visumstermin ausgefüllt und einen Termin bei der amerikanischen Botschaft in Frankfurt am Main ausgemacht. Anfang April bin ich dann zusammen mit meiner Mutter nach Frankfurt gefahren, dort hatte ich ein Interview in der Botschaft. Da dieses erfolgreich war, erhielt ich eine Woche später per Post meinen Reisepass und das eingeklebte Visum zurück. Beim Hausarzt musste ich einen Tuberkolosetest machen und ein Gesundheitszeugnis ausfüllen lassen. Außerdem wird einem ein Au Pair Travel Kit – ein kleines, pinkes Buch zugeschickt, welches man zusammen mit einem online Workshop ausfüllen muss. Nachdem man diesen fertig gestellt hat und an mehreren Workshops teilgenommen hat, wird man von Cultural Care auf die „Ready-to-fly“-Liste gesetzt. Ich erhielt zusammen mit Emily die Flugdaten, unsere Versicherungskarten und unsere pinken Kofferanhänger. Für uns geht es am 08. Juli ab Hamburg erstmal mit Icelandair nach Keflavík, Island😍, und nach einem zweistündigen Aufenthalt weiter nach New York. Dort werden wir von Montag bis Freitag in einer Trainingschool untergebracht sein. In dieser Woche werden wir neben Vorbereitungskursen auch New York City besuchen. Freitag morgen geht es dann endlich in Richtung Gastfamilien Juhuuu🎉.
Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick rund um meine Vorbereitungen geben konnte. Das Kofferpacken wird dann wohl die nächste spannende Herausforderung: Was nehme ich alles mit? Hab ich ja nichts vergessen? Soll ich das wirklich zu Hause lassen?…
Emily und ich werden euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und vielleicht auch einen kleinen Einblick in unsere Packlisten geben.

Bis bald, Marie ❤


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