Hey ihr lieben,
nach viel zu langer Zeit gibt es mal wieder einen neuen Beitrag auf unserem Blog.
Mittlerweile sind wir beide schon genau 200 Tage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und haben damit schon mehr als die Hälfte rum.
Ich (Marie) möchte euch ein kleines Update geben was nach dem letzten Blogbeitrag alles passiert ist, denn das ist nicht wenig.
Ich bin umgezogen, wie ich im letzten Beitrag schon kurz erwähnt habe. Seit dem 14. September letzten Jahres wohne ich nicht mehr im Bundesstaat Maryland sondern im schönen Connecticut nördlich von New York City. Aber warum das ganze?
Nach ungefähr 8 Wochen in meiner Gastfamilie in Maryland habe ich mich dazu entschlossen, dass ich es dort nicht mehr aushalte und ein schönes Jahr in den USA haben möchte.
Ich möchte nicht ausführlich auf meine Gründe eingehen, ich kann aber eines sagen, diese Gastfamilie war schrecklich, hat mit allen Mitteln versucht mir mein Leben hier zur Hölle zu machen, hat sich überhaupt nicht für mein Wohlbefinden interessiert, ich wurde von einem meiner Gastjungs geschlagen und meine Gastmutter war ein unorganisierter Tyrann.
Für mich war es keine einfache Entscheidung diesen mutigen Schritt zu gehen, denn ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht was die Zukunft bringen würde und ob ich überhaupt eine bessere Gastfamilie finden würde. Letztendlich haben mich aber meine Familie und meine Freunde überredet und ganz toll unterstützt. Ich wurde dann für Gastfamilien freigeschaltet, die auch auf der Suche sind und hatte zwei Wochen Zeit eine neue Familie zu finden, ansonsten hätte ich auf eigene Kosten zurück nach Deutschland fliegen müssen. Innerhalb von 10 Tagen hatte ich 65 Familienanfragen, die mich teilweise echt überfordert haben, mit einigen habe ich geskypt und irgendwann wusste ich gar nicht mehr wie ich mich entschieden soll. Letztendlich habe ich mich für eine Familie aus Connecticut entschieden mit zwei Mädchen im Alter von 6 und 9 Jahren.
Am Tag meiner Abreise, dem 14. September, ist meine Gastfamilie morgens schon früh vor mir aus dem Haus gewesen, um mir nicht Tschüss sagen zu müssen. Mit dem Uber bin ich dann zum Bahnhof und von da aus nochmal fünf Stunden mit dem Zug Richtung Norden. Das einzige was mir an meiner alten Gastfamilie fehlt, ist Buckley, den besten Hund, den ich bisher kennengelernt habe.
Ich wurde dann nachmittags ganz herzlich von meiner Gastfamilie empfangen. Allein der Empfang war schon ein krasser Unterschied zu meinem Empfang in Maryland. Wir waren dann erstmal etwas essen und haben uns näher kennengelernt und viel gelacht. Nachdem ich abends meine Koffer ausgepackt und angekommen bin, bin ich todmüde einfach nur ins Bett gefallen. Am nächsten Tag durfte ich direkt schon Auto fahren und bin mit meiner Gastmutter einkaufen gefahren und sie hat mir die Schule der Mädchen und deren Sportzentrum und vieles mehr gezeigt. Abends war ich mit meinem Vorgänger-Au-pair und anderen Au pairs wieder lecker essen.
Diese Familie ist einfach das komplette Gegenteil von meiner ersten Gastfamilie und ich bin froh und stolz auf mich, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ein weiterer Vorteil ist, dass Hannah, eine meiner besten Freunde aus Deutschland hier nur um die Ecke wohnt und wir uns echt oft sehen.
Im September und Oktober hatten wir hier auch echt noch super warmes Wetter, sodass wir oft am Strand waren und sogar im Meer geschwommen sind.
Außerdem war ich hier gleich am Anfang meiner Zeit in Connecticut auf Reisen: einmal nach Boston und einmal nach Chicago.
Nach Boston bin ich mit einem anderen Au pair für zwei Tage. Boston hat mir richtig gut gefallen, wir hatten noch super Sommerwetter, der Hafen war echt schön und die Stadt an sich ist richtig schön. Abends haben wir noch Fisch gegessen und eine Bootstour im Dunkeln gemacht, wodurch man einen tollen Blick auf die Stadt hatte.
Im Oktober war ich dann mit Hannah und einem anderen Au pair für eine Weekend class in Chicago, um die ersten Credits zu sammeln, die man als Au pair in den Staaten braucht. Wir sind Freitag morgen losgeflogen und hatten dank der Zeitverschiebung noch Zeit bevor der Unterricht begann, sodass wir auf den Willistower rauf sind um die Aussicht genießen zu können.
Der Unterricht war relativ entspannt und fand auch draußen und drinnen statt. Am Samstag hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter, dafür am Sonntag umso mehr. Wir waren dann noch in Chicago am Strand und am Navy Pier und haben uns natürlich auch die Bohne angeguckt. Sonntag Abend ging es dann leider wieder zurück nach NYC.
Ansonsten war ich noch an der Harvard und Yale Universität und habe mir ein paar Mal NYC angeguckt, natürlich auch zur Weihnachtszeit.
Weihnachten und den Jahreswechsel habe ich auch gut überstanden und nun ist der Januar und damit der siebte Monat auch schon fast wieder um. Die Zeit vergeht im Moment echt schnell.
Ich freue mich auf meine zwei Wochen Urlaub im April mit meiner Familie und auch auf Deutschland, denn Zuhause ist es doch immernoch am schönsten.
In diesem Sinne hoffe ich, dass es euch allen gut geht.
Bis ganz bald,
Marie☺️
















